Burgruine Obertrixen

Stadtgemeinde Völkermarkt

Auf einem steil abfallenden Felshügel über dem Trixener Tal gelegen. Das Bruchsteinmauerwerk des quadratischen Wohnturms aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist in noch erkennbaren vier Geschossen erhalten, ebenso Mauerreste eines spätromanischen, rechteckigen Wohngebäudes und südöstlich über dem Steilabfall die Reste einer ehemaligen Kapelle (?) aus dem 12. Jahrhundert.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz.

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Burgruine Ortenburg

Gemeinde Baldramsdorf

Hier war der Stammsitz der Grafen von Ortenburg; Otto I. wurde urkundlich zwischen 1124 und 1147 erwähnt, die Burg erstmals 1136. Von hier aus erfolgte 1191 die Gründung des Hospitals und wenig später des Marktes Spittal. Nach dem Aussterben der Ortenburger gelangte 1418 die Herrschaft an die Grafen von Cilli und 1456 mit dem Frieden von Pusarnitz an Kaiser Friedrich III., der den ortenburgischen Besitz 1524 an Gabriel von Salamanca übertrug. 1639 ging die Grafschaft an die Gebrüder Widmann und 1662 an den Fürsten Johann Ferdinand von Porcia über; im Besitz seiner Nachkommen bis 1917. – Die Ortenburg besteht aus einem Ensemble von vier Burganlagen, wobei die vorhandenen Reste der einzelnen Anlagen von Hochwald überwachsen sind.

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Stift Ossiach

Ältestes Benediktinerstift Kärntens, das im ersten Viertel des 11. Jahrhunderts vom bayrischen Adeligen Ozi I. und seiner Frau Glismod gegründet wurde. Urkundlich wurde es 1028 von deren Sohn Ozi II. an seinen Bruder Poppo, Patriarch von Aquileja, verkauft. Nach einer seit 1521 nachweisbaren Legende soll der Polenkönig Boleslaus seine letzten Jahre als stummer Büßer im Kloster verbracht haben und hier 1069 (?) gestorben sein. 1484 zerstörte ein Brand Kirche und Kloster. 1783 erfolgte die Aufhebung des Klosters. Die Gebäude wurden zwischenzeitlich als Kaserne verwendet. 1816 wurden große Teile, darunter auch der Kreuzgang an der Südseite der Kirche, abgetragen. 1872 bis 1915 wurde das Kloster wieder als Kaserne bzw. Gestüt verwendet. 1946 erfolgte die Übergabe an die Österreichischen Bundesforste. Es folgte ein Umbau zu einem Hotel, und seit 1969 finden in den Sommermonaten musikalische Veranstaltungen des „Carinthischen Sommers“ statt.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Land Kärnten (seit 1995).

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Schloss Ottmanach

Gemeinde Magdalensberg, am südlichen Fuß des Magdalensberges gelegen

1587 erstmals erwähnt, oftmaliger Besitzwechsel; im 18 Jahrhundert Entstehung des heutigen Baues. – Innerhalb einer Parkmauer gelegener zweigeschossiger Bau; die Fenster im Hauptgeschoss mit Giebel und Brüstung, zwischen den Fenstern Pilaster. Durch ein rundbogiges Portal mit gewelltem Giebel gelangt man in einen schmalen, rechteckigen Hof.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, bis auf wenige Ausnahmen nicht zugänglich.

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Burgruine Painhof

Stadtgemeinde Bad St.Leonhard

Nördlich von Bad St. Leonhard und nördlich des Schlosses Lichtengraben im Wald gelegen. – Ehemalige spätgotische Wasserburg, die nach 1420 entstanden ist und gegen Ende des 15. und zu Anfang des 16. Jahrhunderts bedeutend erweitert wurde. Es sind noch zum Teil dreigeschossige Mauerreste vorhanden.

Besitzer: Privatbesitz.

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Schloss Pakein

Am Westhang des Humhügels, Gemeinde Grafenstein

Urkundlich erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. – Zweigeschossiger, hufeisenförmiger Bau mit älterem Osttrakt. Im Inneren Gewölbe. Süd- und Nordflügel aus jüngerer Zeit.

Besitzer: Privatbesitz

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Burgruine Petersburg

Stadtgemeinde Friesach

Eine Kirche auf dem Petersberg wird 927 urkundlich erwähnt, eine gesicherte Burganlage erstmals vor 1077. Zwischen 1124 und 1130 Erweiterung unter dem Salzburger Erzbischof Konrad, u. a. Errichtung des großen Burgfrieds. Ein Brand zwischen 1211 und 1215 zerstört Teile der Anlage, unter Leonhard von Keutschach zwischen 1495 und 1515 Ausbau der Befestigungsanlagen und 1560 Errichtung der Burghauptmannschaft (südwestlicher Flügel mit dreigeschossiger Arkadenfront), 1653 Großbrand, ab Ende des 18. Jahrhunderts Verfall. Ab 1893 setzen Sanierungsarbeiten ein.

Besitzer und Verwendung: Besitzer: Stadtverschönerungsverein Friesach. Im Bergfried ist das Stadtmuseum untergebracht, in der Burghauptmannschaft eine Burgschenke. Die Peterskirche gehört zum Kollegiatkapitel St. Bartholomäus.

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Schloss Piberstein

Gemeinde Himmelberg

Urkundlich 1396 von Marchwart dem Pybriacher erbaut, 1571 von Georg Khevenhüller erworben, 1662 vom Salzburger Fürstbischof Paris Lodron gekauft und seit damals im Besitz dieser Familie. – Dreigeschossiger Bau über unregelmäßigem Grundriss; vierseitiger Arkadenhof aus dem 16. Jahrhundert. Ein Verbindungsgang verbindet das Schloss mit der Kapelle auf der anderen Seite der Straße. Ein Stiegenaufgang mit bemerkenswertem Schmiedeeisengitter aus barocken Grabkreuzen, etwa 1920/1925 hergestellt, führt zum Schlosseingang.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Familie Lodron; für die Öffentlichkeit nicht zugänglich

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Schloß Pichlern

Nordöstlich von Klagenfurt

Ehemaliger Edelmannsitz, im 18. Jahrhundert unter Ignaz von Fresacher schlossähnlich ausgebaut, die Familie Edelmann ließ im 19. Jahrhundert eine neue Fassade aufbringen. – Der über rechteckigem Grundriss errichtete zweigeschossige Bau verfügt über zwei über Eck gestellte Türme an der südlichen Schauseite; in der Mitte der achtachsigen Fassade vorgebaute Eingangshalle mit Balkon, darüber barockisierter Giebel; bedeutende Deckengemälde im Inneren von J. F. Fromiller.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, nicht zugänglich.

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Schloß Pitzelstätten

Nördlich von Klagenfurt

Erste urkundliche Erwähnung 1311 als Burg; 1529 Umbau zum Schloss; Mitte des 18. Jahrhunderts Errichtung der heutigen Fassade. – Der zweigeschossige Hauptbau über rechteckigem Grundriss hat an der Nordseite einen niederen Anbau. Die östliche Schauseite ist fünfachsig gegliedert mit einem Doppelfenster über einem schlichten Portal. Die westliche Schauseite wird von einem rundbogigen Portal und Zwillingsfenster geprägt. Zwei Räume des Hauptgeschosses werden von barocken Stuckdecken um 1740 geziert.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer ist heute die Republik Österreich. Im Schloss und den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden befindet sich eine Höhere Bundeslehranstalt für Land- und Ernährungswirtschaft

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Schloss Pöckstein

Gemeinde Strassburg

Zwischen 1778 und 1782 an Stelle eines Hammerwerkes und dem dazugehörigen Herrenhaus errichtet, nachdem 1767 die Residenz der Gurker Fürstbischöfe in Strassburg durch ein Erdbeben stark beschädigt worden war. Zwischen 1783 und 1790 Residenz der Gurker Bischöfe. – Viergeschossiger, sieben- bzw. achtachsiger Kastenbau über rechteckigem Grundriss. Gutes Beispiel eines einheitlichen Baues des späten 18. Jahrhunderts. Über dem Mansardenwalmdach eingeschossiger Aufbau mit einem laternenartigen Uhrtürmchen mit Zwiebelhelm. An den vier Ecken Kamingruppen.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Familie Telsnig , gegen Voranmeldung ist eine Besichtigung möglich.

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Schloss Poitschach

Stadtgemeinde Feldkirchen

1715 erbaut. – Zweigeschossiger Bau über rechteckigem Grundriss mit südlichem Turmanbau; an der östlichen Fassade befindet sich ein Erker. An der Westseite ist ein Portal mit der Jahreszahl 1715.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz der Familie Senitza; wird als Privatwohnsitz und Gutsverwaltungsgebäude genutzt; der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Schloss Pöllan (Mayerhof)

Gemeinde Paternion

Auf vorausgehendem Ansitz des verm. 14. Jahrhunderts in den Jahren 1592 bis 1596 unter Moritz Christoph Khevenhüller erbaut. Der Bau blieb wegen der Wirren der Gegenreformation unvollendet. Nach den Khevenhüllern im Besitz der Grafen Widmann. – Zweigeschossiges Gebäude über nahezu quadratischem Grundriss. Es handelt sich um einen unverputzten Bruchsteinbau mit Attikageschoss und Walmdach. Die Ecken beherrschen vier mächtige, sechseckige Türme, davon sind jedoch zwei unausgebaut.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Familie Foscari-Widmann-Rezzonico; der Öffentlichkeit nicht zugänglich

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Schloss Porcia

Stadtgemeinde Spittal an der Drau

Im Auftrag von Gabriel Salamanca, der 1524 mit der Grafschaft Ortenburg belehnt worden war und zunächst auf der Ortenburg wohnte, ab 1533 bis 1598 erbaut. In seinem Testament vom 2. Dezember 1539 hatte Gabriel verfügt, dass die Bauarbeiten von seinen Erben nach dem bestehenden Modell weiter zu führen seien. 1918 ging das Schloss in den Besitz des Freiherrn Klinger von Klingesdorf über und 1930 an die Stadtgemeinde Spittal. – Das Schloss ist ein einheitlich verwirklichter Renaissancebau. Es handelt sich um eine mächtige, dreigeschossige Vierflügelanlage mit zwei runden Ecktürmen und dreigeschossigem, dreiseitigem Arkadenhof. Als Typus nimmt das Schloss eine Mittelstellung zwischen Palast und Schlossanlage ein.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Stadtgemeinde Spittal; Verwendung als Zentrum für kulturelle Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Konzerte, Komödienspiele, sowie diverse andere Veranstaltungen (Bälle u. dgl.); im Schloss befinden sich auch ein Museum für Volkskultur und ein Cafe.

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Schloß Rain

Gemeinde Grafenstein

Erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt; im 19. Jahrhundert wird das „Christophgut“ zu einem einstöckigen Landsitz umgebaut; um 1900 wird das Gebäude aufgestockt und mit Eckanbauten versehen. Im 20. Jahrhundert Restaurierungsarbeiten. Der fünf- bzw. achtachsige Bau ist über rechteckigem Grundriss errichtet und mit vier über Eck gestellten Turmanbauten versehen; Walmdach mit polygonalem Dachreiter; an der südöstlichen Schauseite Portalvorbau auf Säulen und mit Spitzgiebel.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, nicht zugänglich.

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Schloss Rastenfeld

Gemeinde Mölbling

Auf einer Bergkuppe gelegen; 1241 urkundlich erstmals erwähnt. 1496 bis 1530 im Besitz des Bistums Gurk. Aus dieser Zeit stammt der viergeschossige, unregelmäßig achteckige Bau mit rechteckigem Turm an der Südwestecke. Vierseitiger Innenhof mit zwei spätgotischen Portalen. 1893 durch Carl Freiherr Auer von Welsbach erworben.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Schloß Ratzenegg

Östlich von Moosburg

Urkundlich 1333 erstmals erwähnt, von Friedrich von Hallegg erbaut, um 1600 unter Adam von Hallegg großzügig ausgebaut, im 20. Jahrhundert instandgesetzt.– Stattlicher, burgartiger Bau über unregelmäßigem Grundriss mit äußeren Burgtoren; ein Rundturm an der Westseite, nördlich zwei Eckerker auf Kragsteinen; Renaissance-Zwillingsfenster an der West- und Ostfront; prächtiges Rustika-Hauptportal mit diversen Wappen; kleiner Hof mit vermauerten Arkaden und Spuren von Sgraffitodekor; im Südtrakt ebenerdig die ehemaligen Stallungen mit Gewölben auf Säulen.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, teilweise für kulturelle Veranstaltungen zugänglich.

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Schloss Reideben

Stadtgemeinde Wolfsberg

Südlich von St. Stefan gelegen. Renaissancebau mit Kern aus der Zeit um 1500. Oftmaliger Besitzerwechsel, u. a. Bistum Bamberg (1672–1686), Otto Graf von Dernbach (bis 1693), Domstift St. Andrä (bis 1808), Anton von Pettenkofen (1819–1835), Josef Rainer von Haarbach (1835–1846) und Hugo Graf Henckel von Donnersmarck. Zwischen 1921 und 1924 umfangreiche Restaurierungsarbeiten. – Renaissanceschloss mit drei zweigeschossigen Flügeln mit Attikageschoss, die zusammen mir einer Abschlussmauer einen rechteckigen Hof bilden. An den Ecken vier Türme mit verschiedenen Grundrissen.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz; der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Schloß Reifnitz

Gemeinde Maria Wörth, am Ufer des Wörthersees

Ende des 19. Jahrhunderts vom späteren Bürgermeister von Klagenfurt Heinrich Bercht erbaut. Einige Nebengebäude wurden in der Zwischenzeit abgetragen.

Besitzer und Verwendung: Nach diversen Privatbesitzern Ankauf durch die Gemeinde Maria Wörth; Nutzung für kulturelle Veranstaltungen und als Galerie;

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Schloss Riedenegg

In Lind an der Drau, Gemeinde Grafenstein

Urkundliche Besitzverhältnisse erst seit 1842 nachweisbar. – Rechteckiger, dreigeschossiger Bau mit Mittelrisalit und Portalvorbau.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, nicht zugänglich.

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Schloss Rosegg

Gemeinde Rosegg

Das Schloss Rosegg besteht seit 1772 und wurde vom Fürsten Orsini-Rosenberg für Madame Lucrezia, seiner Geliebten gebaut. Da der Fürst einige Jahre in Italien gelebt hatte, ließ er das Schloss Rosegg nach italienischem Vorbild bauen.

Danach war Peter Ritter von Bohr für zwei Jahre der Besitzer von Schloss Rosegg, seines Zeichens Finanzberater des Kaisers und lang gesuchter Geldfälscher. Er war auch der Gründer des heute noch bestehenden und größten Tierparks von Kärnten. Hierfür ließ Bohr die Burg der Raser-Ritter abtragen, die ganz in der Nähe lag. Die Steine verwendete er für die Mauer rundum den Tierpark.

Seit 1831 gehört Schloss Rosegg der Familie von Liechtenstein. Fürst Johannes von Liechtenstein kaufte Peter Ritter von Bohr das Schloss für einen seiner Söhne ab, woraufhin es bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bewohnt war. Seit 1997 bietet Schloss Rosegg Herberge für das erste Figurenkabinett in Österreich.

Aber auch für Konzerte und Theateraufführungen öffnet das Schloss seine Pforten. Und wer lustig ist, kann ja mal durch das klassische Gartenlabyrinth wandern.

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Schloss Rothenthurn

Stadtgemeinde Spittal an der Drau

Auf dem Südhang des Insberges zwischen dem Drautal und dem Millstätter See gelegen. Erster nachweisbarer Besitzer war Hans Kreutzer 1478. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war die Anlage im Besitz der Khevenhüller, die das Schloss dem Pfleger Ehrenholdt Eschey überließen. Im 18. Jahrhundert kam es in den Besitz der Gewerkenfamilien Eineter und Perscher und 1882 der Familie Normann-Ehrenfels. – Der älteste Teil, der hohe Mitteltrakt, der sogenannte Rote Turm, stammt im Kern wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert. Von ihm führt ein unterirdischer Gang zur Maximiliansburg. Ansonsten handelt es sich um einen langgestreckten Bau, hauptsächlich im 17. Jahrhundert entstanden, mit mehreren, zwei- und dreigeschossigen Trakten; auf dem höheren Mitteltrakt ist ein Dachreiter.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz; für die Öffentlichkeit derzeit nicht zugänglich; es sind jedoch die Einrichtung eines Cafes und die Abhaltung von Ausstellungen geplant.

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Schloss Seltenheim

Nordwestlich von Klagenfurt

Unansehnlicher Bau des 17. Jahrhunderts. Vorgänger war eine zwischen 1193 und 1197 bezeugte Burg (miles Algerus de Saldenheim = Haus des Glückes) mit bewegter Vergangenheit. Im 19. Jahrhundert aus ruinösem Zustand in die heutige Form gebracht. – Zweigeschossiger, langgestreckter Bau mit unregelmäßigem Grundriss und kleinem, offenen Innenhof mit Pfeilerarkaden. In der Südostecke des Hofes wurde später ein Stiegenhauszubau errichtet. Die Westfront des Gebäudes wird von einem dreigeschossigem Turmbau unterbrochen, die Südwestecke ziert ein auf Kragsteinkonsolen errichteter Erker.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz, nicht zugänglich.

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Schloß Silberegg

Gemeinde Kappel am Krappfeld

Dreiflügeliger, dreigeschossiger Bau mit zwei Ecktürmen aus dem 16. Jahrhundert; weitgehend erneuert; von diversen Wirtschaftsgebäuden umgeben (ehemals Brauerei).

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz; nach häufigen Besitzwechseln versucht der jetzige Eigentümer das teilweise zu Wohnzwecken vermietete Objekt mit kulturellen Veranstaltungen zu beleben

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Burgruine Sommeregg

Gemeinde Seeboden

Urkundlich wird 1237 Ortolf von Sommeregg mit der Burg belehnt, die zum Gebiet der Grafen von Ortenburg gehört. 1442 scheint Georg von Graben als Besitzer auf, dessen Erben bis Anfang des 16. Jahrhunderts auf Sommeregg sitzen. 1628 ist Hans Widmann, Handelsherr de Tedeschi in Venedig, Eigentümer, dessen Sohn das Schloss 1651 an Katharina Gräfin von Lodron verkauft. Im Besitz dieser Familie bleibt es bis 1934. – Die langgestreckte Burganlage wird im Süden von einem vermutlich romanischen Rundturm begrenzt. Der dreigeschossige Palas weist bemerkenswerte Details auf, wie Erker, profilierte Spitz- und Rundbogenportale sowie spätmittelalterliche Fensterumrahmungen. Seit 1969 von der Familie Egger in mühevoller Kleinarbeit restauriert.

Besitzer und Verwendung: Eigentümer: Familie Riegler. Das unterhalb der Burg gelegene „Schlössl“ wird als Burgrestaurant und für Hochzeiten und Ritteressen sowie Feierlichkeiten jeder Art genützt. Auf der Burg befindet sich als Sonderausstellung von Amnesty International Mitteleuropas größtes Foltermuseum.

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Schloß Sonnegg

Gemeinde Sittersdorf

Am Südabhang des Burgberges der verfallenen Ruine Sonnegg gelegen. Einfaches, rechteckiges, zweigeschossiges Gebäude, das nach Aufgabe der Burg aus dem Wirtschaftshof entstanden ist. Eine Stiege führt zum Eingang mit einem säulengestützten Vordach.

Besitzer und Verwendung: Privatbesitz der Familie Orsini-Rosenberg; Verwendung als Wohnsitz und Verwaltungsgebäude.

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Schloß St. Georgen am Längsee

Ehemaliges Benediktinerinnenkloster, zwischen 1002 und 1008 gegründet. Im 13. und im 15. Jahrhundert Um- und Neubauten an der Kirche und am Kloster. 1546 Bau des Nordwesttraktes, die übrigen Trakte werden zwischen 1654 und 1658 errichtet. Im 18. Jahrhundert erfolgt eine Barockisierung der Kirche und die Aufstockung der Klostergebäude. 1782 wird das Kloster aufgehoben.

Besitzer: Nach Privatbesitz wird 1934 die Marianhiller Missionskongregation Besitzer, seit 1960 ist das Bistum Gurk Eigentümer. Die Anlage dient heute als Bildungshaus und für Seminare und Ausstellungen.

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Schloss St. Georgen am Sandhof

Stadtgemeinde Klagenfurt

Nördlich von Klagenfurt am südlichen Ausläufer des Maria Saaler Berges gelegen. Vermutlich um 1584 von Hans von Haus errichtet; 1630 durch Gottfried von Schrattenbach, Deutschordenskomtur, erworben und eine Kommende eingerichtet. 1856 ging der Besitz an die Familie von Reyer, die tiefgreifende Veränderungen im Sinne des Späthistorismus durchführte. – Der zweigeschossige Bau über winkelförmigem Grundriss hat eine achtachsige Fassade und eine offene Arkadenloggia an der Südwestecke.

Besitzer und Verwendung: Besitzer: Familie Kuess, die einen Hotelbetrieb eingerichtet hat.

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Schloss Stadlhof

Gemeinde St. Veit an der Glan

Südlich von St. Donat über der Bundesstraße gelegen. Urkundlich erstmals 1599 erwähnt. Um 1770/1780 wahrscheinlich nach Plänen von Johann Georg Hagenauer erneuert. – Sieben- und dreiachsig mit zwei zurückgesetzten einachsigen Seitenflügeln; bemerkenswerte spätbarocke Westfassade. Wird derzeit restauriert.

Besitzer und Verwendung:Privatbesitz, der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Schloss Stein

Gemeinde Dellach im Drautal

Auf steil emporragendem Felsen etwa 200 Meter über der Talsohle gelegen. 1190 im Besitz von Haidenrichs de Lapide, wohl ein ortenburgischer Ministeriale, im 13. Jahrhundert vermutlich der Grafen von Görz. Urkundlich 1440 an die Grafen von Cilli übergegangen und 1456 an Kaiser Friedrich III., der in der Folge Burgpfleger einsetzte. 1500 durch Kaiser Maximilian an Lukas von Graben verliehen, nach Aussterben der Familie 1668 durch Balthasar de Pervellis erworben, 1681 an Georg Niklas von Rosenberg übergegangen. – Die Anlage stammt ursprünglich aus den späten 12. Jahrhundert; das romanische Mauerwerk ist zum Teil noch zu erkennen. Der Bergfried, vom Palas getrennt und mit diesem ursprünglich durch eine Holzbrücke verbunden, dient heute als Aussichtsturm.

Besitzer: Familie Orsini-Rosenberg.

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 Burg Stein

Gemeinde St. Georgen im Lavanttal

Das Ensemble Burg Stein besteht aus einer romanisch-gotischen Burganlage, die nach alter Tradition mit jahrhundertealten Materialien ergänzt und zum Teil neu errichtet wurde und dem dazugehörigen Wirtschaftsgebäude, der Meierei, die dem Besitzer des Ensembles Burg Stein, Familie Knauder als Wohnsitz dient. Sie genießen von mehreren Terrassen einen wundervollen Rundblick von der Koralpe bis zu den Karawanken.

Zur Geschichte: "...ehem. rom. Bau, in der Gotik und im 16.Jh. verändert. Urk. 1215 im Besitz des Erzbistums Salzburg. 1273 an den Bischof von Lavant. 1289 im Auftrag von Herzog Albrecht durch den Söldnerführer Ulrich Kapeller gestürmt. 1480 eroberte Leonhard von Kollnitz im kaiserlichen Auftrag die Burg, weitgehende Zerstörungen. 1493 durch Leonhard von Keutschach neuerlich befestigt. Seit 1498 war Stein wieder Sommerresidenz der Lavanter und Salzburger Bischöfe. (Die Bischöfe von Lavant benutzten diese Burg jedoch eher als Schutz). Wahrsch. seit Anfang 18.Jh. im Verfall. Umbauten und tw. historisierender Ausbau Ende 20.Jh." Quelle: Dehio-Handbuch, dritte, erweiterte und verbesserte Auflage 2001.
1795 erwirbt Kaspar Wölbitsch die Burgruine, 1979 verkauft Erwin Wölbitsch diese an Baumeister Ernst Knauder. Von 1980 bis 2000 führt Baumeister Ernst Knauder die weitgehende Revitalisierung der Burganlage durch.

Weitere Informationen:

Burgerhaltungsverein Stein

9423 St.Georgen/Lavanttal

Österreich

e-mail: office@burgstein.org

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Strassburg

Sie ist eine der schönsten und größten Wehranlagen Österreichs und diente bis 1780 als Bischofssitz. Die erste Anlage 1147 wurde unter Bischof Roman fertiggestellt; nach einer Belagerung 1180 zerstört; die wiedererrichtete Burg wurde durch einen Brand zwischen 1343 und 1368 abermals zerstört. Die instandgesetzte Anlage wurde allerdings erneut baufällig, wieder hergerichtet und in der Folgezeit kontinuierlich erweitert.1650 erneut durch Brand in Mitleidenschaft gezogen, aber wiederum restauriert. Ein Blitzschlag zerstörte im Jahr 1856 das Dach, das nur mehr notdürftig instandgesetzt wurde. Das Gebäude wurde in der Folge als „Steinbruch“ genutzt. Ein Erdbeben führt im Jahr 1911 zu einen Einsturz des Südteils. Ab 1920 wurden Sicherungsarbeiten eingeleitet, Notdächer und Sanierungsarbeiten retteten die Burg, die heute für Ausstellungen genutzt wird.

Besitzer und Verwendung: Bistum Gurk

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